Etappe 02: Von Vattjom/Matfors nach Stöde

Länge 31 km

Ich war früh wach an diesem Pfingstsonntagmorgen. Frederics Motto bestand darin, sich bei ihm wohl zu fühlen und alles nutzen zu können. Für die bevorstehende lange Etappe tat ich das. Zwei Spiegeleier, ein Sandwich mit Käse und Wurst, eine Banane, Birnensaft und drei Tassen Kaffee umfassten mein Frühstück. Für mein Lunchpaket schmierte ich mir ein sehr großzügig belegtes Sandwich sowie ein Cranberry-Brötchen, packte eine weitere Banane sowie eine Kiwi dazu. Kurz nach 8 Uhr startete ich in einen wenig bewölkten Tag bei 16-18° C.

Ich ging durch das Örtchen Matfors und hob noch etwas schwedische Kronen ab. Geldautomaten sind rar in Schweden. Dank des Lunchpaketes musste ich auch nicht mehr zum Supermarkt (die Sonntags und Feiertags geöffnet haben aber auch längst nicht in jedem Ort zu finden sind).

Das Lunchpaket sowie zwei Liter Wasser machten den Rucksack schwer. Dennoch ging ich zeitweise mit einem 6,1 km/h-Schnitt weiter entlang des Ljungan-Sees. Nach ca. 5 km überholte ich ein Pilgerpärchen aus den Niederlanden. Es waren die Pilger Nummer 3 und 4 vom Vortag von Tommys und Sigrids Liste.

Danach gab es bis auf meine Rast an einer Badestelle des Sees wenig Abwechslung. Die Bilder des Schotterweges im Wald neben dem See mit mal weniger und mal mehr Einblicken gleichten sich.

Die letzten Kilometer taten weh. Die Sonne brannte, der Fuß schmerzte. Ich erreichte Stöde und bezog Quartier in einer Hütte auf einem Campingplatz.

Nach einer Dusche im Gemeinschaftsbad erkundete ich mit schmerzenden Gliedern die Umgebung, holte mir einen Stempel von der sehr schönen aber geschlossenen Kirche, aß eine leckere Pizza und deckte mich in einem Supermarkt mit Obst und Getränken zum nächsten Frühstück und einem Sandwich sowie weiterem Obst zum nächsten Lunch ein.

Kaum zurück in meiner Hütte ging ich nach einigen erfolglosen Telefonaten für weitere Unterkünfte bereits gegen 8 Uhr ins Bett – ohne die Vorhänge zuzuziehen. Ich war richtig platt.

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