Länge: 29 Km, Aufstieg 700 Meter, Abstieg 720 Meter
Mein lieber Rother,
diesen Stoßsäufzer hatte ich die letzten Tage öfter auf den Lippen. Unter kritische Stellen stand heute im Rother-Wanderfüher: keine. Er hat wohl die knapp 30% Steigung im ersten Teil vergessen. Und wie so oft auf Wegen die diesen Namen nicht verdienen. Schmale Hohlwege, voll mit Geröll und Steinen, eher Klettersteige. Und wenn im Wanderführer der Text kommt: gewinnen wir rasch an Höhe…., dann weiß ich schon, das wird schweißtreibend. Diese Tour ist ganz sicher nichts für Leute die nur mal ein wenig laufen wollen.
Die Nacht wahr sehr unterhaltsamen. Unser Zimmer lag in der Innenstadt von Sansepolcro wohl genau an den beiden In-Kneipen der Stadt, Netterweise hatte der Hauswirt Ohrenstöpsel auf den Nachttisch gelegt, von denen ich auch gebrauch machte. Wir sind heute früher gestartet um der Nachmittagshitze etwas zu entgehen. Der Start verlief gut, und unterwegs hatten wir noch die Möglichkeit in einer Pilgerunterkunft bei Paul ausgiebig zu frühstücken. Dann erfolgte der oben beschriebene steile Anstieg zum Kloster Montecassala. Dann noch einmal ein kurzer Anstieg, und dann waren die Höhenmeter für heute Geschichte. Es folgte ein stetiges Auf- und ab , gefolgt von einem langen Abstieg und wieder einmal einer langen Asphaltetappe. Gerade diese Asphaltetappe sind sind unglaublich anstrengend. Die Beine haben keine Abwechslung, sondern laufen immer nur mit den gleichen Bewegungen. Nach kurzer Zeit sind die Beine völlig steif. Und der von der Sonne aufgeheizte Asphalt brennt sich durch die Schuhsohlen und heizt den Schuh innen stark auf. Zum Glück gab es eine Bar, in der wir dann eine gelbliche Flüssigkeit zu uns nahmen, und unser ersten Eis in Italien kauften. Und so haben wir dann auch diese Etappe beendet, und nach einer Dusche und einem guten Abendessen sah die Welt wieder besser aus.
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