25. Von Ryphusan Refugium nach Oppdal

Der heutige Tag führte heraus aus den Dœvre-Fjells, heraus aus der Weite, der rauhen Schönheit und Einfachheit zurück in eine komplett andere Welt.

Nach einer Nacht inmitten einer Gruppe von zum Teil schnarchenden Ölsardinien, galt es zunächst, in der richtigen Reihenfolge das Plumpsklo und die „Waschstelle“ am eiskalten Bach aufzusuchen, bevor es alle anderen taten. Auch das Auffinden und  Vorkonfektionieren der Rucksackinhalte wie Schlafsack, Textilien, etc. auf engstem Raum ohne gleichzeitiges Vermischen der eigenen Habseligkeiten mit denen der anderen Sardinen war recht schwierig. Da nicht alle gleichzeitig das Gleiche in der gleichen Reihenfolge taten, vermischten sich derartige Aktivitäten mit unterschiedlich fortgeschrittenen Frühstücksprozeduren, bei denen es immer wieder um Fragen ging, wer jetzt das kochende Wasser, die Schüssel, den Löffel nutzen darf und wer Anspruch auf den wenigen zur Verfügung stehenden mit Wasser aufzugießenden Haferbrei habe. Kurz, es war ein geordneter und wohltuender Start in die heutige Etappe, die mich veranlasste bereits sehr früh und fluchtartig die Stätte des ungeordneten Chaos zu verlassen.

Gegen 7 Uhr brach ich auf und nahm während des zunächst 15 km langen Abstieges leise Abschied von den Fjells.

Im Tal angekommen, führten weitere 15 km mit einer etwas rätselhaften Streckenführung im Zickzack und weitem Bogen nach Oppdal. Was für ein Kontrast.

In diesem in Norwegen bekannten und mit etwas 6000 Einwohner zählenden etwas größeren Wintersportort werde ich nach dieser 25. Etappe einen Ruhetag verbringen, um mich am Freitag Abend in Meslo Gård mit Markus treffen zu können.

2 Kommentare zu „25. Von Ryphusan Refugium nach Oppdal

Hinterlasse eine Antwort zu markuskolbe Antwort abbrechen