23 Kilometer, 380 Meter im Aufstieg, 510 Meter im Abstieg, Pension Cortes
Heute war Lugo das Ziel. eine Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern. Endlich einmal wieder eine richtige Stadt. Ich habe ja gestern extra die lange Etappe gewählt um heute hier frühzeitig anzukommen. In der Nacht habe ich den Regen gehört, und auch die Vorhersage vermeldete nichts gutes. Regen den ganzen Tag. Egal, es muss ja weitergehen. Um kurz nach 7 Uhr bin ich vom Hotel losgelaufen, es war sonst niemand auf der Strasse. Es war noch nicht richtig hell, alles war nass, aber zum Glück regnete es nicht. 23 Kilometer galt es zu bewältigen, und ich spürt noch die die Tour von gestern in den Beinen. 33 Kilometer und in Summe 2.000 Höhenmeter hinterlassen spuren. Zum Glück werden die Etappen nun flacher, die Berge sind vorbei. Auch die Landschaft hat sich komplett verändert. Waren die Tage seit Oviedo geprägt durch Berge und Täler, sind es nun eher flache Hügel. Es ging flott voran, und nach gut 10 Kilometern habe ich nach einem Platz für das Frühstück gesucht. In einem kleinem Ort gab es plötzlich auf der rechten Seite einen Platz. Da gab es Sitzgelegenheiten, und sogar eine Überdachung. Dort habe dann Rast gemacht. Ich war gerade fertig, es war so gegen 0900 Uhr, fuhr ein Auto mit hohem Tempo auf den Platz, ein Mann stieg aus, öffnete Türen und Kofferraum und holte diverse Sachen heraus. Wasserflaschen, Melonen und Äpfel. Minuten später stand er dann vor mir und hat mir geschnittene Melonen angeboten. Und dann habe ich es verstanden. Das war sein Verkaufsstand, wo er gegen Spenden den Pilgern Erfrischungen anbietet. Und ich war nur zu früh da. Er hat eine Spende von mir bekommen, ich etwas von seinem privaten Kaffee, und wir hatten zusammen Spaß. Die Etappe war sonst unspektakulär, pünklich 5 Kilomter vor Lugo fing es dann auch endlich zu regnen an. Da ich aber mit Regenbeleidung unterwegs war, konnte ich mich meinem Schicksal ergeben und weiterlaufen. Und als ich dann so gegen 1200 Uhr in der Stadt ankam, hörte der Regen und die Sonne kam heraus. Und so blieb es dann auch. Ich habe mein Zimmer bezogen, und nach dem üblichen Ritual bin ich dann ich die Stadt gegangen. Lugo selber hat eine schöne Kathedrale, einige nette Straßen, aber auch viele unschöne Gebiete. Die Stadt hat einen gemischten Eindruck bei mir hinterlassen. Eben habe ich noch mit Dave (dem Engländer), Richard (der Australier) und Shaun (seinem Sohn) einen netten Abend verbracht, nun geht es ins Bett. Morgen stehen wieder gut 27 Kilometer an. Die Etappen sind inzwischen gezählt. Heute habe ich die 100 Kilometer (bis Santiago) Marke passiert. Es sind nun nur noch 4 Etappen bis Santiago, ich werde also am Samstag dort ankommen,







