20,9 Kilometer, 790 Meter im Auftstieg, 660 Meter im Abstieg, Albergue Los Hospitales
Die Etappe heute war bisher wirklich die Königsetappe. Die Hospitalesroute geht knapp 12 Kilometer auf einer Hochebene durch die Berge, und kommt dabei an den höchsten Punkte dieses Caminos, 1280 Meter. Bei schönem Wetter sicherlich ein positiver Höhepunkt. Nur das schöne Wetter blieb mir heute leider verwehrt. Gleich vom Start an war es windig und es gab leichten Regen. Der steile Seiteneinstieg war gut zu laufen, schnell war ich auf Betriebstemperatur. Nach einiger Zeit kam ich an den Punkt, wo von rechts der eigentliche Weg dazu kommt. Dann ging es einige Zeit mit leichten Wind und Regen voran, bis ich auf das Hochplateu kam. Und dann wurde wirklich heftig. Wenn der Wind von der Seite dir den Wanderstock zwischen die Beine drückt weißt Du, das wird hart. Und so war es dann auch. Heftiger Wind mit starken Boen, der den Regen und die Wolken vertikal durch die Luft wirbelte. Hochplateu bedeutet da gibt es kein Deckung, da gibt es keinen Platz zum ausruhen oder zum Schutz suchen. Und so ging das dann gut 9 Kilometer lang. Unterwegs habe ich einen Pilger getroffen, der mich mit traurigen Augen angeschaut hat und meine er wäre mental total am Boden. Das konnte ich gut nachvollziehen. Ich habe dann die zwei Australier und einen Amerikaner getroffen, mit denen ich gestern Abend gemeinsam Diner hatte. wir sind dann zusammen gelaufen. Am zweiten Pass gab es ein Pilger Shelter. Guter Dinge sind wir dann dort hin gelaufen in der Hoffnung einen trockenen und windgeschützten Platz zu finden. Aber das Gebäude war abgeschlossen. So blieb uns nichts anderes übrig als unter einem kleinen Vordach wenigsten trocken und etwas windgeschützt etwas zu essen. Dass war dann auch die einzige Pause, welche wir im stehen verbrachten. Gleich nach dem Start setzte noch einmal starker Regen ein, der mich noch einmal richtig durchnässte. Und dann war es vorbei. Es ging bergab, das Wetter wurde besser, die Sonne kam stellenweise heraus, und so ging es dann die letzten 8 Kilometer bis zur Herberge. Es folgte die übliche Routine, Bett beziehen, Duschen, Wäsche waschen, Sachen trocknen, Abendessen suchen und dann müde ins Bett fallen.











