22,2 Kilometer, 380 Meter im Aufstieg, 440 Meter im Abstieg
Heute kam der Kulturschock.
Montorotonda, eine kleine mittalterliche Stadt mit dem üblichen neuen Häusern herum. Den Abend verbrachte ich mit der üblichen Pilgerschaft. So kurz vor Rom gibt es nicht mehr viele Varianten. Inzwischen hat sich daher eine kleine Gemeinschaft herausgebildtet: 4 Engländer, zwei Östereicherinnen, eine Dänin und ich. Der Abend ging schnell vorüber, es ging früh zu Bett, und am nächsten Morgen dann auf zur vorletzten Etappe. Aus dem Ort ging es schnell heraus, und die ersten 14 Kilometer verlief der Weg noch durch ein Naturschutzgebiet. Die üblichen kleinen Hügel, der übliche Matsch auf den Wegen, und schöne grüne Aussichten. Auf dem Weg fand ich dann mein persönliches Souvenir: einen alten rostigen Sclüssel, den werde ich mir als Erinnerung zuhause an den Schuppen schrauben. Vielleicht habe ich ja auch den Schlüssel für Rom gefunden.
Irgendwann verließen wir das Naturschutzgebiet, und die Stadt begann. Die erste Bar und Gelateria war unsere. Es ging dann weiter in die Stadt, und je weiter wir kamen, desto mehr Verkehr gab es, desto dichter und höher wurden die Häuser. Waren die Tage vorher von hohen Bergen und grünen Aussichten geprägt, gab es nun nur noch hohe Häuser, Straßen und Autos. Unser Ziel für heute war Monte Sacro, ein Vorort von Rom. Und das Hotel war ein seelenloses Businesshotel. Kein Vergleich mehr mit den hübschen Orten vorher, den niedlichen Unterkünften.
Ich bin in der Stadt angekommen, und alles ist laut, hektisch und grau.
Was für ein Unterschied.







