Etappe 22 von Poggion San Lorenzo nach Ponticelli

20,7 Kilometer, 550 Meter im Aufstieg 670 Meter im Abstieg

Das Leben ist ein stetiges auf und ab. So auch heute.
Gestern Abend kam noch eine Pilgerin aus München in unsere Pilger-Unterkunft. Somit waren die Gemeinschaftsschlafräume gut gefüllt. In dem einen Raum schliefen die 4 Enländer, in dem anderen Raum die Damenrunde plus meiner Wenigkeit. Das Abendessen aus der angeschlossenen Pizzeria gab es für uns leider erst spät, nämlich um 2100 Uhr. Die Wartezeit überbrückten wir als Gemeinschaft in der Bar davor, und als das Essen dann fertig war trugen wir unsere Pizzakartons entsprechend lustig in unsere Gemeinschaftsküche. Und dann wurde es still. Gut gesättigt ging es dann in die Nachtruhe. Heute Morgen nach dem üblichen Frühstück erfolgte dann das Auf und Ab. Heftige Anstiege und Abstiege folgten wunderschönen Strecken. Das Höhenprofil heute sieht aus wie die Malversuche eines Kindes. Mit meiner Dänischen Mitpilgerin querten wir heute zwei Bergdörfer, im letzten haben wir uns in der lokalen Bar Sandwiches gekauft und noch eine Eis gegönnt. Das Wetter heute war zum ersten Mal ziemlich gut. Viel Sonnenschein, natürlich verbunden mit hoher Luftfeuchte, und wenig Regen. Mit meiner Mitpilgerin hatte ich heute lustige Diskussionen über das Auf und ab im Leben und Himmel und Hölle. Immer als die Sonne schien und wir ohne größere Steigungen dahinliefen war es der Himmel. Fiese Steigungen im Regen war die Hölle. Man muss dazu wissen, meine Mitpilgerin ist Priesterin. Sie macht quasi eine Dienstreise… Bei dieser Art der Unterhaltung vergingen die Stunden dann doch sehr schnell. Unsere Unterkunft heute ist ein größeres Anwesen mit zwei Gebäuden. So komme ich heute in den Genuss eines eigenen Zimmers. Morgen geht es dann ca. 30 Kilometer nach Monterotondo, und dann sind es für mich nur noch zwei Etappen bis nach Rom.

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