Etappe 16: Von Poreta nach Spoleto

Es war mit knapp 16 km und 520 Höhenmetern eine eher mittelschwere Etappe, wenngleich sie einige 20% + x Steigungen und Abstiege hatte.

Nach dem teils regnerischen gestrigen Tag mit einer berauschenden Pilgerzusammenkunft am Abend war die Nacht kurz und der Körper etwas verkatert. Das Frühstück war speziell, da uns der Herbergsvater nicht nur bei jedem Happen begleitete und der Fernseher lautstark lief, sondern er auch zügig vermeintlich überflüssige Gegenstände und Lebensmittel vom gedeckten Tisch nahm, um uns eine Atmosphäre der Gemütlichkeit und pilgerischen Spartanität zu vermitteln. Wir waren schnell satt und fertig und gelobtem nach diesem gastgeberischen Höhepunkt die besten Bewertungen über dieses gastliche Haus abzugeben.

Frisch gestärkt verließen wir unsere Unterkunft und begaben uns auf unseren Franziskusweg bei heiter bis wolkigem und nicht zu kühlem Wetter. Das Profil sah zunächst einen längeren steilen Aufstieg vor, bei dem sich Markus in eine literarische Kultfigur verwandelte. Als Ziegenpeter dirigierte er zusammen mit anderen Hirtenhunden eine Herde von ziegenartigen Tieren durch den engen Franziskusweg und zeigte einmal mehr versteckte Talente.

Mit diesem Hochgefühl war es uns sehr leicht möglich, den Aufstieg zu bewältigen und dabei rückblickend die Städte Trevi, Spello und Assisi am Rande des Tibertals sowie die schier endlosen Olivenhaine zu bewundern. Nicht zu vergessen, die schönen kleinen Örtchen, Kirchen und manchmal tierischen Besonderheiten.

Etwa 6 km vor dem Ziel nach einem anspruchsvollen Abstieg trennten wir uns und gingen in unseren eigenen Rhythmen nach Spoleto, einer Bischofsstadt mit einem großen Dom, einer trutzigen Festung sowie vielen steilen Gäßchen und gemütlichen Lokalen, an denen wir uns zum Teil persönlich erfreuen konnten. Es ging früh zu Bett. Eine anspruchsvolle Etappe steht bevor!

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