Es war die bisher wohl schönste aber auch gleichzeitig eine sehr anstrengende Etappe mit mehr als 850 zu bewältigenden Höhenmetern. Ich startete zunächst alleine in den sonnigen und nicht zu heißen Tag. Die etwa 12° waren angenehm zum Wandern.
Nach etwa 5 km traf ich einmal mehr auf meinen Mitpilger aus Nürnberg. Wir entschieden uns, abweichend vom Standardweg eine nahegelegene Einsiedelei zu besuchen.
Dieser Besuch war sehr ungewöhnlich. Zunächst öffnete sich die große Tür der spektakulär am Felsen errichtete und mit weitem Blick auf den Tiberstausee gelegene Einsiedelei bereits in 200 m Entfernung vor unserer Ankunft und der Einsiedler Claudio begrüßte uns lautstark auf italienisch. Dann verwöhnte er uns mit Mokka und Gebäck und zeigte uns schließlich sein Refugium. Ein so netter Mensch.
Danach ging es sehr steil hinauf auf den Gipfel des Berges oberhalb der Einsiedelei. Wir wurden belohnt mit einem atemberaubenden Rundumblick auf diese wunderschöne Landschaft. Ein schmaler Gratweg führte uns über einen abenteuerlichen und sehr steilen Abstieg wieder zurück auf den ursprünglichen Franziskusweg.
Dieser führte uns dann bei etwa km 10 auf einen zweiten Gipfel und höchsten Punkt des Tages. Der Aufstieg war nicht ungefährlich, weil glitschig und gleichzeitig abschüssig. Es war noch einmal ein gewaltiger Kraftakt, der mit einer großartigen Aussicht und der Einnahme unseres Proviants belohnt wurde.
Danach ging es etwa 10 km bergab zur etwa ein km vor Montagna gelegenen Unterkunft. Ein Abendessen mit zwei anderen Schweizer Mitpilgern rundeten diesen sehr schönen Tag ab.