Mit einer Länge von gut 22 km und gerade mal 440 Höhenmetern gehört diese erste Etappe zu einer willkommenen Einsteigeretappe.
Nach einem sehr schönen Frühstück und einem kompletten Neupacken meines Rucksacks (es muss sich erst alles wieder einschliefen), startete ich in Richtung Santa Croce, um mir dort meinen ersten Stempel zu holen. Obwohl ich sehr pünktlich da war, gab es auch viele anderer – allerdings – Besucher, die bereits den Eingang belagerten. Meinen Platz musste ich gegen weitere zuströmende und trickreiche Besucher verteidigen. Ich tat es mit dem mir angeborenen Charme und einem freundlichen Lächeln. Mit etwas Verspätung ging es dann los.
Weitere Verzögerungen gab es aufgrund meiner Schwäche zu mit Pistaziencreme gefüllten Art Croissants und dem Besuch einer Apotheke (ich hatte trotz der langen Vorbereitungszeit doch etwas vergessen), bei der ich mit der Unterstützung der ebenso Kaufinteressierten das die Bedienungsreihrenfolge ordnende Nummernziehen verstand und tatsächlich nur 20 Kaufinteressierte vor mir hatte, die alle in einem Schneckenexpresstempo bedient wurden.
Dann endlich ging es aus Florenz heraus, ich atmete keine Abgase mehr ein, sondern gab mich der puren Lust des Wanderns hin. Weder die Wärme noch zwei nette Anstiege konnten etwas an meinem Glücksgefühl ändern. Am Nachmittag lief ich in Pontassieve ein, belohnte mich mit einem Kalt- und einem Heißgetränk und bezog Quartier.
Jetzt geht es noch zum besten Restaurant am Platz, um den Abend würdig zu schließen.