Etappe 03: Von Stöde nach Torpshammar

Länge 19 km

Es war Pfingstmontag, Nationalfeiertag in Schweden. Heute lag keine so lange Etappe vor mir. Ich ließ alles etwas langsamer angehen. Ich fühlte mich nach der gestrigen Etappe erstaunlich gut. Sorgen bereitete mir, dass ich noch keine Unterkunft für die übernächste Nacht hatte.

Gegen 08.30 Uhr nahm ich mein Frühstück ein: ein Apfel, eine Kiwi, eine Banane, einen 3/4-Liter Orange/Ingwer/Karotten-Saft. Das gestern ebenfalls noch gekaufte Sandwich hob ich mir für mein Lunch auf.

Gegen 09.30 Uhr brach ich auf. Nach wenigen Metern nahm ich einen steil bergauf führenden Abzweig zu einem Freilichtmuseum und genoss von dort aus eine tolle Aussicht.

Dann ging es weiter parallel zum Ljungan-See. Die Strecke verlief entlang einer alten Verkehrsroute und tauchte ein in einen Wald, in dem mich zu meinem Entsetzen erstmals eine Horde Mücken überfiel. Ich rannte wie von einer Tarantel gestochen, bis ich schließlich an einer lichten Wegkreuzung meine Klamotten vom Leibe riss und mich mit einer griechischen Antimücken-Creme einrieb. Alles stank nun danach. Es schien aber zu helfen.

Die anschließende Wegführung war zum Teil überraschend, weil mit schwer nachvollziehbaren Schleifen versehen. Nach dem Passieren eines alten schwedischen Langhauses (70 m lang) nahm ich direkt am Ljungan-See mein Lunch ein und konnte einem älteren Skipper beim Anlegen seines Motorbootes helfen. Nun merkte ich doch meine Knochen von der langen Tour gestern. Die letzten Kilometer zogen sich. Die Sonne schien wieder den ganzen Tag. Die 19-21° C setzten mir zu. Ich war froh, schließlich gegen 14.00 Uhr am alten Herrenhaus von Torpshammar angekommen zu sein. Eine gute Gelegenheit, ohne Zeitdruck zu waschen, Essen zu gehen, Einzukaufen und endlich jeweils eine Unterkunft für die nächsten zwei Tage klarzumachen.

Das thailändische Essen bei einem Fast-Food-Restaurant namens Happy-Day war sehr lecker. Einige wenige andere Gäste verbrachten ihren Nationalfeiertag mit mir in diesem Lokal.

Das Finden einer Unterkunft war wenig erfreulich. Von keiner der angeschriebenen oder mehrfach antelefonierten Unterkünfte erhielt ich Feedback. Nur die Inhaberin vom der Unterkunft im Lombäcken erreichte ich und bekam eine Absage, da bereits alles ausgebucht war. Meine Pläne musste ich ein weiteres mal anpassen. Es galt die knapp 70 km von Torpshammer nach Bräcke zu überwinden. In allen Streckenführungen waren dafür 3-4 Etappen angesetzt. Immer war die Unterkunft in Lombäcken ein integraler Streckenpunkt. Ich wollte keine Zeit verlieren, also musste ich es in 2 Etappen planen. Für diese Variante fand ich in Tälje eine Unterkunft in einem „Landgasthotel“. Ich buchte es sowie eine Unterkunft in Bräcke. Zwei schwere Etappen standen nun vor mir. Beide länger als 30 km.

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