Die heutige Etappe war die letze in den Døvre-Fjells und erneut sehr anspruchsvoll. Die Wege waren überwiegend gut begehbar, teilweise morastig und sehr steil. Das Wetter war heiter bis wolkig.
Nach einem genussvollen Dinner am Abend, einer eher durchwachsenen Nacht mit zu vielen geräuschvollen Mitpilgern folgte morgens ein ansprechendes Frühstück.
Bei Aufbruch bildete sich eine zu große Pilgergruppe, die sich gegenseitig für diese anspruchsvolle Etappe Mut zusprechen wollte. Ich ging vorweg und allein.
Nach einer kurzen Straßenpassage folgte ein dramatisch steiler Aufstieg entlang des alten Königsweges zu einem Aussichtspunkt.
Anschließend musste die Höhe wieder abgegeben werden, bevor es danach zunächst wiederum extrem steil und erst nach Passieren der Baumgrenze etwas moderater bergauf ging.
Nun war er wieder da, dieser unglaubliche Fernblick über diese karge und gleichzeitig wunderschöne Gebirgslandschaft. Ich konnte mich einfach nicht sattsehen. Keine Menschenseele war zu sehen. Es gab ein paar Hütten und Adlergeschrei war zu hören.
Nach einiger Zeit erreichte ich den höchsten Punkt des Olavsweges (1314 m).
Von da an ging es runter zum Refugium. Die Mitpilger trudelten 2,5 Stunden und später ein. Am Ende lagen wir zu neunt und wie die Ölsardinen in der ansonsten sehr schönen Hütte ohne Strom, ohne fließend Wasser, dafür mit Plumpsklo und einigen Vorräten für den ebenfalls vorhandenen Gaskocher.
Gute Nacht!