Achtung Pilger (n).
Eine kurze Abhandlung über die Auswirkungen des Pilgerns auf den menschlichen Körper und Geist.
Empirische Beobachtungen zeigen, daß durch das Pilgern sich über Jahrzehnte ausgebildete Handlungsweisen verändern.
Entfernungen, bei der durchschnittliche Mitteleuropäer sofort zum Autoschlüssel greifen, werden einfach zu Fuß erledigt. Selbst Entfernungen von 35 Km werden so zurückgelegt. Umwege von 5 Km werden freudestrahlend angegangen. Normalerweise ein Graus für den durchoptimierten Bürger von heute.
Laufzeiten von 7 Stunden und mehr werden mit den Worten: ´ach, wie ist das Schön` quittiert. Und das in einer Gesellschaft, in der die Zeit ein wertvolles Gut ist.
Aber ein Pilger lebt in einer eigenen Welt.
Der Rücken ist ein wenig verspannt, die Beine und Füße brennen, aber all das mit einem Lächeln auf den Lippen. Verbunden mit der positiven Grundstimmung: Morgen geht es weiter, und es wird ein schöner Tag.
Während in unserer zivilisierten Welt ein schlechtes Fernsehprogramm schon als der Untergang des Abendlandes angesehen wird.
Ich möchte gerne an dieser Stelle noch auf ein weiteres Phänomen aufmerksam machen, den sogenannten Guiness-Effekt.
Die Doktoren Salzmann und Bergmann haben diesen Effekt zuerst im Jahre 2015 untersucht. In einem beispiellosen Selbstversuch haben sie nachgewiesen, daß der Genuss von malzhaltigen, alkoholischen Getränken stark unterschiedliche Auswirkungen auf den männlichen Körper hat. Während der eine Proband äusserlich völlig normal wirkte, zeigten sich bei dem anderen Probanden innerhalb kürzester Zeit starke Ermüdungserscheinungen.Im Jahr 2016 nun hat Doktor Bergmann diesen Effekt noch einmal nachgewiesen.Die Ermüdungserscheinungen traten zwar zeitlich verzögert auf, aber die Ausprägungen waren vergleichbar. Diese Streuung bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen. Ergebnisse werden zeitnah berichtet.