Ein knappes Jahr liegt hinter mir.
Eine knappe Woche liegt noch vor mir.
Und dann ist er wieder da: der Camino.
Beziehungsweise der Rest, halt eben die zweite Hälfte.
In 15 Etappen bis Santiago de Compostela.
Und in weiteren 4 Etappen bis an´s Meer.
Eine Frage wurde mir bisweilen schon gestellt: ist es nicht blöd mittendrin aufzuhören, und später dann weiterzulaufen?
Natürlich war ich letztes Jahr schon traurig mittendrin abzureisen.
Man war ja so gut im Trott…
Morgens aufstehen, Rucksack packen, Stiefel geschnürt und los. Jeden Tag aufs Neue.
Aber in dieser Routine ist irgendwann der Zauber abhanden gekommen.
Und das ist nun das Schöne.
Man weiß was einen erwartet, aber es ist auch alles wieder neu.
Dieser Abstand hat sensibel gemacht, den Verstand wieder geöffnet für den Camino.
Ich werde ihn geniessen, ihn zelebrieren, diesen ersten neuen Schritt. Dort wo wir im letzten Jahr geendet haben.
Ich sehe den Weg schon vor mir.
Ich spüre schon den Rucksack auf meinem Rücken, die Schuhe an den Füßen, den Wanderstock in den Händen.
Der Zauber kann beginnen.