Etappe 15: Von Fromista nach Carrion de los Condes

So, Schwester Markus hat gerade den Abendrundgang im Kranken(Dreibett)zimmer beendet. Die Patienten haben ihr abendliches Pilgermenu eingenommen und gleich werden noch mal schön die Zähne mit Voltaren geputzt. Neben dem dauerverletzten Martin (natürlich übertreibe ich an dieser Stelle maßlos) gab es heute auch bei Captain Holger Probleme am linken Fuß. Der Schuh schien immer mehr zu drücken obwohl er am Ende fast offen war. Naja bestimmt nur ein Phantomschmerz der morgen früh natürlich verschwunden sein wird. Irgendjemand hat irgendwann mal erwähnt dass man nach 3 Wochen erst richtig in den Pilgermodus kommt. Jetzt weiß ich dass damit der körperliche Verschleiß und die Schmerzen gemeint sind.

Früher am Tag: Heute ging es recht eben für ca. 20km durch nicht endenwollende Kornfelder und Bewässerungsanlagen und Störche weiter zum nächsten Etappenziel CdlC. Martin entschied sich dabei für die etwas kürzere direkte Route parallel zur Landstraße, während die Anderen um noch mehr von der nordspanischen Natur genießen zu können die etwas längere Alternativroute wählten. CdlC ist ein recht hübsches kleines Örtchen mit mind. 2 Kirchen, einigen Bars und sogar einem Park. Diese teilten wir wie immer mit unseren Lieblingsmitpilgern. Besonders hervorzuheben der Klugscheißer, der sich einfach nicht abschütteln lässt, und die 3 Brasilianer, was mich wirklich verwundert, da bei dem Einen die Füße vor 2 Tagen schon einen Zustand erreicht hatten den ich hier nicht näher beschreiben möchte. Warum ich das weiß? Die abendliche Pilger-Fußbekleidung gestaltet sich recht offen, man sieht also auch Dinge die man eigentlich nicht sehen möchte. Schon vergessen?

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