Etappe 11: von Belorado nach San Juan de Ortega

Nach einer ruhigen Nacht in der doch wirklich schönen Herberge haben wir wie immer so gegen 0900 Uhr nach einem typischen Frühstück (Weißbrot, Marmelade, Saft und Cafe con leche) unsere Stiefel geschnürt und haben Belorado für unsere nächste 22 Km Tour verlassen.

Noch ein paar Worte zur Herberge:
Nach der zwei Sterne Unterkunft bei den Klosterdamen vorher hatten wir schon das Schlimmste befüchtet, da die Herberge keinen Stern hat. Aber bei unserer Ankunft brannte im Kamin ein Feuer (das was man zu Ende Mai in Spanien so erwartet) und das ganze Haus war wirlich urig. Alte Steine,  dicke Balken, so eine richtig schöne Finka.

Die Tour heute führte uns größtenteils abseits der Straße durch die Landschaft.
Am Vormittag sind wir durch Dörfer gekommen die aus einer Kirche, einem Brunnen, einen Cafe und sonst nichts bestehen.
Eben noch ist man am Dorfeingangsschild vorbeigelaufen, schon liegt das Dorf wieder hinter einem.

Aber am Nachmittag, da tat sich etwas. Da kamen heimische Gefühle auf. Wir sind auf einen Pass aufgestiegen (ca. 1100 Meter) und sind dann 12 km fast nur geradeaus auf eine Sandpiste gelaufen durch eine Landschaft mit Kiefern und Heidekräuter. Der Kuckuk rief, der kalte Wind pfiff durch die Gipfel der Bäume, es war wie Zuhause. Auch die Temperaturen sind ja seit Tagen eher nordisch.
12 Km können kann schön lang sein.

Unser heutiger Übernachtungsort ist im Reiseführer als eher ruhig beschrieben.
Ich persönlich würde ihn als tot bezeichnen.
Der Ort besteht aus einer (Überraschung) Kirche, einer Pilgerherberge, einem Pilgerhotel, einem Cafe und ca. 6 Häusern in verschiedenen Zuständen der Auflösung.
Und Sie sind auch alle wieder da, unsere Pilgerfreunde.Wo sollen die hier auch sonst sein.
Wir sind gegen 1500 Uhr hier eingezogen und sind nun dabei die Zeit bis zum Abendbrot um 1900 Uhr zu füllen. Duschen, aus dem Fenster schauen, Wäsche waschen, aus dem Fenster schauen, Blog schreiben, aus dem Fenster schauen, News im Internet lesen, aus dem Fenster schauen (eben ist sogar ein Trecker hier vorbeigekommen, es gibt also leben da draussen).

Aber morgen steht Burgos auf dem Programm, da stehen große Erwartungen dahinter.
Aber dafür ist unser übliches Abendritual heute einfach: Restaurant suchen.
Und das geht üblicherweise so:
Holger sucht im Internet die besten Restaurants im Ort heraus.
Martin fragt alle möglichen Leute nach Empfehlungen.
Dann irren wir durch die ganze Stadt um Speisekarten zu studieren.
Jedes Mal stellen wir erstaunt fest das die guten Restaurants in Spanien erst so gegen 2100 Uhr öffnen.Jedes Mal stellen wir gemeinsam fest das dieses für uns zu spät ist.
Und jedes Mal gehen wir dann doch so gegen 1900 Uhr in eine Pilgerkneipe um das obligatorische Pilgermenü zu 10 € zu essen.
Und dann stellen wir wieder gemeinsam nach eine Flasche Rotwein fest, das es das beste Essen im Ort ist.
Um dieses Vergnügen werde ich heute also gebracht da es eh nur eine Kneipe gibt.
Aber morgen…..

Mittagspause
Mittagspause
wir kommen unserem Ziel näher
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Eigentumswohnungen günstig abzugeben
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wir warten auf das Abendessen
wir warten auf das Abendessen

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