Liebes Tagebuch … der Morgen begrüßte uns heute sehr frisch so dass wir die Hosenbeine wieder anzippen mussten, der Regen hielt sich aber bis auf vereinzelte Schauer zurück … so viel vom Wetter und nun zurück ins Pilgerstudio.
Auf breiten Schotterwegen ging es heute leicht auf und ab. Eine recht trostlose Erfahrung war die Wanderung durch eine echte Geisterstadt. Überall leerstehende Bauruinen die irgendwann mal aus dem Boden gestampft wurden, alle gleich aussehen und das obligatorische „se vende“-Schild wohl schon eine Weile tragen. Die Weinbauregion Rioja mit den roten Böden und den grünen Reben verlassen wir dann morgen endgültig also steht am Abend noch mal eine ausgiebige Weinverkostung an.
Kurz vor unserem heutigen Tagesziel haben wir endlich auch den ersten Pilgerhund getroffen und fast hätte er sich uns angeschlossen und seinen bisherigem Herrchen die kalte Schnauze gezeigt. Ob das was mit unserem Geruch zu tun hatte?
Wie jeden Abend treffen wir im Ort die gleichen Leute leicht zu erkennen an den offenen Schuhen und der ganz besonderen Gangart. Ob es hier wohl auch Spanier gibt?
Unsere Gastgeber für die Nacht sind heute ein paar Cistercienser-Nonnen demenstprechend ist auch unsere Unterkunft und ich kann es kaum erwarten diesen Ort der Ruhe und Einfachheit morgen wieder zu verlassen.