Heute lagen 23 Km vor uns. Die Wetterprognose war schlecht. Regen war für den ganzen Tag angesagt.
Der Morgen nach der Nacht in unserem kuschligen Pumakäfig in Pamplona begann mit einem ordentlichen Frühstück und einem sympatischen deutschen Reiseleiter, der mit seinen findigen Ratschlägen das gesamte Frühstück strukturierte. Ohne ihn hätten wir sicherlich keinen Platz gefunden oder gar Kaffee bekommen. Wir haben ihn spontan in unser Herz geschlossen und auch ihn samt seinen Schützlingen immer wieder auf unserem regenreichen Weg gesehen.
Überhaupt war unser Weg ein Weg der Bgegnungen: die fliegende Holländerin sowie Holgers spezielle Freunde aus demReich der Zaren, des weiteren noch ungetaufte Deutsche, die mich mehrfach bei meinen Überholmanövern mit den Worten „ah… es ist mal wieder so weit“ begrüßten und schließlich unsere chinesischen Jakobiner, die uns immer wieder mit den Worten Bueno Camino einen guten Weg wünschten.
Der Weg selbst war unspektakulär und geprägt durch viel Regen, Nässe und Kälte. Ein Weg durch DIE Kornkammer Spaniens, durch verlassene Dörfer, durch ausgeblühte Rapsfelder, durch blühende Ginstersträuche am Wegesrand, durch Reisegruppen, die gerade frisch aus Bussen gekippt wurden und uns unsere guten Plätze in den wenigen Einkehrmöglichkeiten versuchten streitig zu machen.
Die Stimmung unter uns Jakobinern war trotz des Wetters gut. Trotzdem wir unsere Irin „Kerrygold“ heute nicht sehen konnten, hatten wir viel Spass an unserem Zielort mit der Suche nach einer Toilette oder der Verköstigung des für die Gegend doch sehr typischen Getränks Guiness sowie einer weiteren Begegnung mit unseren chinesischen Freunden getreu der Volksweise: drei Chinesen mit dem Pilgerpass, gingen auf der Straße und begrüßten uns nass, bueno camino amigo -ja das war ihr Satz, drei Chinesen mit dem Pilgerpass.
Nun sitzen wir in unserer trauten Runde zusammen, geniessen einen letzten Likör „Pacharan“ und freuen uns auf unsere bevorstehende gemeinsame Nacht sowie einen neuen aufregenden Tag.
Die Tüte auf dem Bild gefällt mir 😛
Viele Grüße aus dem mittlerweile 5 Grad kaltem Wolfsburg :O
Jenny
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