Der zweite Tag.
Schlappe 27 Km durch die Spanische Landschaft.
Nach einer ruhigen Nacht, gelegentlich unterbrochen durch leichte gleichmäßige Geräusche und einem kleinen Feueralarm heute in der Früh, ging es gegen 0900 Uhr nach einen eher einfachen Frühstück (wer mag schon trockene Brotchips) auf die Tour.
Wie immer übernahm Martin gleich die Führung und rannte die Gegner reihenweise in Grund und Boden. Kaum war ein Pilger überwunden tauchte auch schon das nächste Opfer am Horizont auf.
Holger und ich übnernahmen dann die Nachhut.
Die ersten Kilometer gingen eher gemütlich durch die Landschaft. Kaum Steigungen. Zwischendurch gab es noch Kaffee in eine kleinen Kaffee am Wegesrand, sogar erwähnt in einem Reiseführer. Wir können den Eintrag im Reiseführer bestätigen, Kaffee eher schlecht und die Bedienung geht zum Lachen in den Keller.
Tat der Stimmung aber keinen Abbruch.
Gestärkt ging es dann auf in die nächste Etappe. Und da ging es dann doch wieder mehr Berg- und Talbahn mäßig weiter. Und dazu passend dann auch die Temperaturen. Schön warm, eher wenig Wind und eine hohe Luftfeucht welche wir nach besten Kräften noch anreicherten.
Kurz vor der letzten Runde kamen wir noch an einem netten Ort vorbei wo wir unsere Vorräte auffüllen wollten. Nachdem wir im zweiten Anlauf den Supermarkt gefunden haben (beim ersten Mal wegen mangender Größe glatt übersehen) gab es dort jede Menge Wurst und andere Spezialitäten, jedoch große Flaschen Wasser waren nicht verfügbar. Wahrscheinlich waren wir die einzigen Pilger die bei über 30 Grad keinen Appetit auf Salami hatten.
egal, und dann auf zur letzten Etappe.
Laut Reiseführer ein Spaziergang, gleichmäßig und keine Steigungen.
Mit dem Worten des Mathematikers zu sagen: stimmt. Im Mittel passte das auch. Das ganze auf- und ab zwischendurch ist gemittel null. Aber die Beine erzählen eine andere Geschichte dazu.
Aber auch das hat uns nicht abgehalten unser Ziel zu erreichen.
Martin hat uns unterwegs schon klar gemacht: heute kein Pilgermenü.
Weil gestern gab es lecker Pilgermenü für 10€: Nudeln aus einem große Topf für alle, anschließend eine lokale Fischspezialität (Hering) und zum Nachtisch einen Natur-Joghurt ohne Geschmack aus dem Plastikbecher.
Und heute sollte alles besser werden: Scampi, Garlic, ….
Der Koch im Hotel hat sich leider die Hand verstaucht und der Besitzer hat uns in den Ort gefahren zum Pilgermenü.
Ware Größe zeigt sich in schwierigen Situationen: nach zwei Gläsern Rotwein war die Stimmung bei unserem Gourmet wieder auf den Höhepunkt.
Und das Essen war heute sogar richtig gut, kein Wunder nach dann zwei Flaschen Rotwein.
Aber egal, heute ist heute und morgen ist morgen.
Und morgen geht es nach Pamplona. Nur 15 Km also ein Spaziergang.